Strom sparen: Mit diesen Tipps schonst du deinen Geldbeutel

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Schießt deine Stromrechnung auch von Jahr zu Jahr immer mehr in die Höhe? Willkommen im Club! Laut Statistischem Bundesamt steigt der Energieverbrauch von Privathaushalten in Deutschland seit 2014 stetig – und das, obwohl die meisten Geräte immer energieeffizienter werden. Mit diesen Tipps zum Strom sparen im Haushalt senkst du deine Ausgaben:

Stromanbieter-Vergleich: Ist dein Anbieter wirklich der günstigste?

Die meisten Stromanbieter ändern ihre Konditionen jährlich. Daher macht es Sinn, die Preise unterschiedlicher Anbieter jedes Jahr aufs Neue miteinander zu vergleichen. Vor allem Verbraucher, die ihren Strom aus der Grundversorgung beziehen, können durch einen Anbieterwechsel mehrere hundert Euro pro Jahr einsparen. Eine gute Übersicht im Tarifdschungel bieten dir Vergleichsportale. Verlasse dich am besten nicht auf ein einziges Portal, denn so ganz unabhängig sind die Vergleichsanbieter nicht.

Strom sparen in der Küche

Einsparpotenzial ist in der Küche reichlich vorhanden: Durch die passenden Geräte und das richtige Verhalten lässt sich beim Kochen, Backen und beim Gebrauch des Kühlschranks Energie und damit Geld sparen.

Kühlschrank als Stromfresser

Kühlschrank als Stromfresser

© iStock.com/AndreyPopov

Kühlschränke gehören zu den Haushaltsgeräten mit dem höchsten Stromverbrauch. Darauf solltest du bei der Gerätewahl, der Nutzung und beim Standort achten:

Auf die Energieeffizienz kommt es an

Solltest du dir gerade einen neuen Kühlschrank anschaffen wollen, wirf unbedingt einen Blick auf die Energieeffizienzklasse. In die Kategorien A bis G werden Elektrogeräten in der EU eingeteilt. Als A+++ werden die sparsamsten Geräte klassifiziert. Je weiter hinten der Buchstabe im Alphabet steht, desto energieineffizienter ist der Kühlschrank. Eventuell rechnet es sich auch für dich, deinen alten Kühlschrank gegen einen neuen auszutauschen. Mit einem Strommessgerät bestimmst du genau, wie hoch der Verbrauch deines Geräts ist. Solche Messgeräte kannst du zum Beispiel in regionalen Verbraucherzentralen oder bei Greenpeace kostenlos ausleihen. Wie lange es dauert, bis sich die Kosten für den Neukauf amortisieren, findest du ganz einfach mit Energiesparrechnern im Internet heraus.

Neben der Energieeffizienzklasse solltest du auch auf die Größe deines Kühlschranks achten: Große Modelle müssen mehr Luft herunterkühlen und verbrauchen so in den meisten Fällen auch mehr Strom als kleinere. Für einen Single- oder Zwei-Personen-Haushalt reicht ein Fassungsvolumen von 100 bis 140 Litern. In einem Mehrpersonenhaushalt solltest du pro Person etwa 50 bis 70 Liter einkalkulieren. Auch die Bauart entscheidet über den Stromverbrauch: Kühlschränke ohne Gefrieroption verbrauchen am wenigsten Energie. Und Kühlschränke mit integriertem Gefrierfach sind in der Regel energiesparender als Kombigeräte mit übereinander liegenden, getrennten Fächern oder Side-by-Side-Ausführungen mit Doppeltür. Frierst du viel ein und hast ausreichend Platz, lohnt sich für dich der Kauf eines separaten Gefrierschranks. Denn: Zwei einzelne Geräte verbrauchen weniger Energie als eine Kühl-Gefrier-Kombi. Noch mehr Energie sparst du, wenn du auf eine Gefriertruhe setzt.

Kurzes Öffnen und regelmäßiges Abtauen: So verringerst du den Energieverbrauch

Je öfter du deinen Kühlschrank öffnest und je länger du die Tür offen hältst, desto mehr Energie geht dabei verloren. Achte daher darauf, die Tür möglichst schnell wieder zu schließen. Auch ein vereistes Gefrierfach steigert den Stromverbrauch. Taue es daher regelmäßig ab und achte beim Neukauf darauf, dass dein Neugerät eine No-Frost-Funktion hat. So gehört lästiges Abtauen der Vergangenheit an. Am effizientesten arbeitet ein Kühlschrank übrigens, wenn er voll, jedoch nicht überladen ist. Lebensmittel, die bereits heruntergekühlt sind, kühlen so nämlich neue Produkte mit.
Um Strom zu sparen, sollte der Kühlschrank zudem nicht direkt neben der Heizung, dem Herd, der Spülmaschine oder in der Sonne stehen. Auch zur Rückwand benötigt er ein wenig Abstand.

Strom sparen beim Kochen und Backen

© iStock.com/Zephyr18

Sowohl beim Kochen als auch beim Backen solltest du dir die Restwärme zu Nutze machen. Bei einer längeren Backzeit kannst du den Ofen schon zehn Minuten früher ausstellen und von der vorhandenen Hitze profitieren. Auch die Restwärme der Herdplatte nutzt du optimal, wenn du zum Warmhalten des Essens den Topf mit einem Deckel schließt und auf der Platte stehen lässt.

Die Größe des Topfes sollte zudem immer der der Herdplatte entsprechen. Bei einem zu großen Topf verlängert sich das Erwärmen und verbraucht mehr Strom als notwendig. Ist der Topf hingegen zu klein für die Herdplatte, geht unnötig viel Energie über die Seiten verloren.

Auch empfiehlt es sich, Wasser für Nudeln und ähnliches im Wasserkocher zu erhitzen. Für Induktionsherde gelten diese Tipps allerdings nicht.

Energieverbrauch reduzieren im Wohnzimmer

PC, TV und Co.: Unterhaltungselektronik frisst ebenfalls eine Menge Energie. Häufig verbrauchen die Geräte auch noch im Standby-Modus Strom. Mittlerweile können unnötige Stromfresser ganz einfach mit Smart-Home-Systemen ausgeschaltet werden. Auch die Heizkosten kannst du mit der smarten Unterstützung reduzieren: Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts sparen Haushalte mit Smart-Home-Systemen bis zu 40 Prozent Heizkosten ein. Auch wenn dieses Ergebnis sicher der Idealfall ist, lohnt es sich, über die intelligente Unterstützung nachzudenken. Sollest du nicht direkt auf die komplett smarte Haussteuerung umsteigen wollen, können dich im Kleinen auch WLAN-, Bluetooth- oder Funksteckdosen unterstützen. Die kannst du über dein Smartphone bzw. über eine Funkfernbedienung ausschalten, wenn du die angeschlossenen Geräte nicht benötigst.

Stromsparer LEDs

LEDs statt Glühbirnen

© iStock.com/sergeyryzhov

Den Energieverbrauch senken kannst du auch beim Licht: Enorme Stromverschwender sind alte Glühbirnen. Wenn du solche noch im Einsatz hast, solltest du sie schnellstmöglich austauschen. Als Ersatz eignen sich LEDs. Die sind deutlich langlebiger als Energiesparlampen und kommen ohne Quecksilber aus. Zudem haben sie Energiesparlampen gegenüber den Vorteil, dass sie beim Einschalten sofort in voller Helligkeit erstrahlen. Energiesparlampen hingegen benötigen einige Zeit, um ihre volle Leuchtkraft zu entfalten.

Energie sparen beim Waschen und Wäsche trocknen

Auch die Waschmaschine und insbesondere der Wäschetrockner gehören zu den Haushaltsgeräten mit hohem Energieverbrauch. Solltest du in deinem Haushalt einen Zweittarifzähler haben, also zum Beispiel nachts weniger für Strom zahlen als tagsüber, verlege das Wäschewaschen in diese Zeit. Um nicht nur finanziell zu sparen, sondern auch einen ökologischen Beitrag zu leisten, helfen dir diese Tricks, deinen Energieverbrauch zu reduzieren:

Waschmaschine optimal beladen und auf Vorwäsche verzichten

Beim Wäschewaschen ist der Energieverbrauch am geringsten, wenn die Maschine immer nur dann läuft, wenn sie auch voll beladen ist. Heutzutage kannst du auch unterschiedliche Farben zusammen waschen. Farb- und Schmutzfangtücher stellen sicher, dass es nicht zu Verfärbungen kommt. Den Vorwaschgang solltest du wirklich nur bei besonders starker Verschmutzung zum Einsatz bringen. Und auch da kann er überflüssig sein. Bei entsprechender Fleckenvorbehandlung, zum Beispiel mit Gallseife, reicht in den meisten Fällen der einfache Waschgang aus.

Auf niedrige Wassertemperaturen setzen

Energiesparpotenzial birgt vor allem die Waschtemperatur. Je niedriger sie ist, desto mehr Strom sparst du. Für die meisten Waschgänge reicht eine Wassertemperatur von 30 bis 40 Grad vollkommen aus. Auch das Ökoprogramm hilft dir, die Wasser- und Strommenge zu reduzieren. Auf höhere Temperaturen ab 60 Grad solltest du dennoch etwa einmal pro Monat setzen, um deine Waschmaschine frei von Keimen und Biofilm zu halten.

Gibt es in der Nähe deiner Waschmaschine einen Warmwasseranschluss, lohnt sich die Anschaffung einer Waschmaschine, die das warme Wasser von der Zentralheizung bezieht. Auf diese Weise wird das Wasser wesentlich günstiger und umweltschonender erwärmt, als über die elektrischen Heizstäbe der Maschine. Wird das Wasser in deinem Haushalt über einen elektrischen Durchlauferhitzer erhitzt, lohnt sich diese Maßnahme nicht.

Auf den Trockner verzichten

© iStock.com/GodoiJE

Trockner sind wahre Energiefresser. Auf ein solches Gerät solltest du im Idealfall verzichten und stattdessen eine Wäscheleine oder einen Wäscheständer nutzen. Hast du dafür keinen Platz und ein Trockner lässt sich nicht vermeiden, lohnt sich bei der Anschaffung der Vergleich der Energieeffizienz unterschiedlicher Geräte. Ein Blick ins Internet hilft ebenfalls, um mehr über die Lebensdauer der unterschiedlichen Wäschetrockner zu erfahren. Denn selbst der sparsamste Trockner rechnet sich nicht, wenn er schon nach kurzer Zeit den Geist aufgibt. Auch wenn mittlerweile die meisten Geräte in der A-Klasse angesiedelt sind: Zwischen Energieeffizienzlabel A und A+++ liegen Welten. Wärmepumpentrockner sind die neuste Trocknerart und am energieeffizientesten. Sie nutzen bereits erwärmte Luft intelligenter. Hast du in deiner Wohnung einen fest installierten Abluftkanal oder die Möglichkeit, einen solchen Schlauch zu verlegen, kannst du auch über einen Ablufttrockner nachdenken.

Beim Beladen deines Trockners solltest du darauf achten, dass die Wäsche zuvor ordentlich geschleudert worden ist. 1.200 Umdrehungen pro Minute sollte der Schleudergang erreichen. Das reduziert den Energieverbrauch im Wäschetrockner. Auch die Siebe solltest du regelmäßig reinigen, ebenso wie den Wärmetauscher beim Wärmepumpentrockner.

Kostenfalle Durchlauferhitzer

Durchlauferhitzer verbrauchen Unmengen an Strom. Daher ist vor allem die richtige Grundeinstellung wichtig. Jedes Grad, das der elektrische Durchlauferhitzer zusätzlich erhitzt, hat einen überproportionalen Anstieg des Energieverbrauchs zur Folge. Deshalb solltest du darauf achten, dass der Durchlauferhitzer kein übermäßig heißes Wasser erzeugt. Für den täglichen Bedarf reichen 39 Grad aus. Stelle dafür den Wärmeregler des Geräts ungefähr mittig ein. Nutze warmes Wasser am besten auch nur, wenn du es wirklich brauchst. Wäscht du dir nur kurz die Hände, genügt kaltes Wasser. Denn jedes Mal, wenn der Durchlauferhitzer aktiviert wird, zieht er Strom, also auch, wenn du dir nur ganz kurz die Hände wäschst.

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