Wohnungssuche mit Hund: Aufregung auf vier Pfoten

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Eine neue Wohnung zu suchen ist grundsätzlich stressig. Du klickst dich wochen- oder gar monatelang durch Immobilienportale, meldest dich auf ein Inserat nach dem anderen, hast Besichtigungstermin an Besichtigungstermin – und kassierst am Ende doch wieder eine Absage. Ziehst du dann auch noch mit deinem geliebten Freund auf vier Pfoten um, ist das doppelt so anstrengend. Denn mit Hund ist es viel schwerer – gerade in Großstädten – eine Wohnung zu finden.

Sprechen wir Klartext: Die Wohnungssuche mit Hund ist oftmals eine Katastrophe. Vermieter befürchten Probleme und haben Sorgen: Die Nachbarn könnten sich beschweren, eventuell beschädigt der Vierbeiner die Wohnung oder ist gar gefährlich. Um deine Chancen bei der Suche nach einer neuen Bleibe zu erhöhen, können dir folgende Ratschläge helfen:

Verschweige nicht, dass du Hundehalter bist

Auch wenn die Wohnungssuche mit Hund schwierig ist und du dich vor Ablehnungen fürchtest: Sei ehrlich und gib deinen Vierbeiner in der Mieterselbstauskunft an. Zwar dürfen Vermieter die Haltung von Hunden nicht grundsätzlich verbieten. Geben sie aber einen triftigen Grund gegen die Haltung an, hast du schlechte Karten. Verschweigst du deinen Hund, findest du wahrscheinlich schneller eine Wohnung, hast aber im Nachhinein eine Menge Ärger zu befürchten. In den meisten Mietverträgen ist festgelegt, dass du dir für die Hundehaltung die Erlaubnis des Vermieters einholen musst. Spätestens bei Vertragsabschluss musst du also mit der Wahrheit ans Licht, da dir sonst im schlimmsten Fall die Kündigung des Mietverhältnisses droht.

Verfasse eine aussagekräftige Vorstellungsmail

Eine E-Mail à la „Hallo, ich bin interessiert. Wann kann ich zur Besichtigung kommen?“, hinterlässt keinen guten Eindruck. Um dein Interesse zu bekunden, solltest du eine aussagekräftige, freundliche Nachricht verfassen. Dabei solltest du dich und deinen Hund kurz vorstellen und erläutern, warum dir die Wohnung so gut gefällt. Auf diese Weise sammelst du schon mal Sympathiepunkte. Erkundigst du dich telefonisch, ob die Wohnung noch zu haben ist und wann sie denn besichtigt werden kann, ist es natürlich genauso ratsam, einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Weise eine Hundehaftpflichtversicherung nach

Die Hundehaftpflichtversicherung ist in einigen Bundesländern Pflicht. Verfügst du über eine solche Versicherung, wird das deine Chancen auf eine Wohnung wahrscheinlich erhöhen. Denn in den meisten Fällen – darauf solltest du beim Abschließen einer Hundehaftpflichtversicherung achten – deckt sie auch Mietschäden in der Wohnung ab, die durch deinen Vierbeiner entstanden sind. Dein neuer Vermieter kann davon ausgesehen, dass du gut abgesichert bist. Tipp: Füge eine kopierte Bestätigung über den Abschluss der Hundehaftpflichtversicherung deiner Bewerbungsmappe hinzu.

Erstelle eine Bewerbungsmappe, in der du dich und deinen Vierbeiner vorstellst

Hast du einen Termin zur Wohnungsbesichtigung vereinbart, bereite eine kleine Mappe vor, um dich und deinen Hund genauer vorzustellen. Hier kannst du zum Beispiel deinen Werdegang reinpacken und deinen Vierbeiner beschreiben. Packe auch ein paar Fotos von deinem Vierbeiner sowie die Bestätigung der Hundehaftpflichtversicherung hinein. Das wirkt vertrauenserweckend und dürfte dir zu Pluspunkten verhelfen.

Stelle dem Vermieter deinen Hund persönlich vor

Ist dein Hund absolut friedlich, völlig ausgeglichen und ein „Lämmchen“ gegenüber Fremden? Dann frag doch den Vermieter, ob du deinen Vierbeiner zum Besichtigungstermin mitbringen darfst. Dabei könnt ihr euch alle gegenseitig „beschnüffeln“ und Vertrauen aufbauen. Handelt es sich bei deinem Vierbeiner um einen schwierigeren Zeitgenossen, fällt dieser Punkt weg.

Bitte deinen derzeitigen Vermieter um ein Empfehlungsschreiben

Um deinen potentiellen neuen Vermieter von dir und deinem Hund zu überzeugen, kannst du deinen ehemaligen Vermieter bitten, dir ein Empfehlungsschreiben auszustellen. Aus dem Schreiben sollte hervorgehen, dass ihr beide unproblematische Mieter seid. So verschaffst du dir weitere Pluspunkte.

Notfallplan

Um zu zeigen, dass du bezüglich deines Hundes gut organisiert bist, kannst du für deinen potentiellen neuen Vermieter eine Art Notfallplan aufstellen. Der Plan sollte zeigen, dass dein Hund jederzeit gut behütet ist und sich beispielsweise Familienmitglieder oder Freunde um ihn kümmern können, falls du mal ins Krankenhaus musst. Packe den Notfallplan deiner Bewerbungsmappe bei.

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