forsa-UmfrageFlunkern bei der Wohnungssuche

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Der Wohnungsmarkt in Deutschlands Städten ist angespannt. Der Mix aus hoher Nachfrage, kleinem Angebot und steigenden Mieten sorgt für Stress bei der Wohnungssuche. Was macht das mit den Suchenden, wollten wir wissen: Wie präsentieren sich zukünftige Mieter bei der Besichtigung und sind sie sogar zum Flunkern bereit? Antworten liefert unsere repräsentative Umfrage* unter Mietern in Deutschland – durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut forsa.

forsa hat 1.018 Mieter in Deutschland gefragt:

  • Entspannt oder angespannt – wie nehmen sie die Wohnungssuche wahr?
  • Bei welchen Themen sind sie grundsätzlich zum Flunkern bereit?
  • Welche falschen Aussagen haben Mieter bei der Suche schon gemacht?
  • Männer oder Frauen, Ältere oder Jüngere – welche Mieter schummeln am häufigsten?

Die Ergebnisse haben wir hier zusammengefasst:

Angespannter Wohnungsmarkt

  • Ganze 74 Prozent der Befragten beurteilen den Markt für Mietwohnungen als zumindest leicht angespannt.

Flunkern bei der Wohnungssuche

  •  Da ist es nicht verwunderlich, dass jeder zweite Mieter prinzipiell zum Flunkern gegenüber seinem Makler oder Vermieter bereit ist, um seine Chancen auf das begehrte Mietobjekt zu erhöhen.

Männer vs. Frauen: Wer ist bei der Wohnungssuche ehrlicher?

  • Frauen sind bei der Wohnungssuche aufrichtiger als Männer: Lediglich 49 Prozent der Frauen ziehen dabei Flunkern in Betracht, um ihre Chancen auf das Wunschdomizil zu erhöhen.
  • Bei den Männern sind es mit 57 Prozent etwas mehr.

Jung vs. Alt: Wer ist hier bei der Wohnungssuche ehrlicher?

  • Vor allem die jungen Befragten zwischen 18 und 29 Jahren sind zum Flunkern bereit: 65 Prozent von ihnen würden Makler und Vermieter anflunkern, um die Aussicht auf das begehrte Mietobjekt zu erhöhen.
  • Bei den 30 bis 44-Jährigen wären 55 % zu uneherlichen Aussagen gegenüber dem Vermieter oder Makler bereit.
  • Bei den älteren Mietern zwischen 30 und 69 Jahren sind es dagegen nur 50 Prozent, die für eine Zusage schummeln würden.

Geld- und Sachleistungen für Vermieter und Makler

  • Ob es um zusätzliche Zahlungen oder Reparaturen auf eigene Kosten geht – Zuwendungen an den Vermieter bzw. Makler sind für 18 Prozent der Befragten prinzipiell vorstellbar.
  • 36 Prozent der Befragten haben schon höhere Mietzahlungen angeboten, um eine Zusage für die gewünschte Wohnung zu erhalten.
  • 31 Prozent der Teilnehmer unterbreiteten das Angebot, handwerkliche Tätigkeiten zu übernehmen.

Schummel-Ranking: Diese Themen sind besonders heikel

Von allen Befragten können sich acht Prozent der Befragten eine Schummelei nicht nur vorstellen, sondern haben bei der Wohnungssuche schon tatsächlich mal geflunkert. Vor allem bei den folgenden Themen fünf Themen griffen sie zu einer Notlüge, um die Chancen auf eine Zusage zu steigern:

Haustiere: Hier wird am häufigsten geflunkert

Wer einen tierischen Mitbewohner hat, befürchtet besonders häufig Nachteile bei der Wohnungssuche. So lässt sich zumindest erklären, warum Haustiere das Schummel-Thema Nummer eins sind.

  • 30 Prozenten der Befragten, die schon einmal geschummelt haben, machen falsche Aussagen, wenn es um Hund, Katze & Co. geht.

Flunkern bei Finanzen und Hobbys

Ob geringes Einkommen, lautes Hobby oder geplante Großfamilie – auch bei den folgenden Themen verschweigen Wohnungssuchende gerne mal die Wahrheit.

  • 28 Prozent haben schon falsche Angaben zu ihrer finanziellen Situation gemacht. Das Thema belegt also Platz zwei im Schummel-Ranking.
  • Auch bei Auskünften zur geplanten Mietdauer (16 Prozent), zu Hobbys (13 Prozent) sowie zum Familienstand (10 Prozent) nehmen es die Mieter in Deutschland mit der Wahrheit nicht so genau und haben schon einmal geflunkert.

Grundehrlich oder beschönigt: Bei welchen Mieter-Themen man die Wahrheit sagen sollte und welche Infos reine Privatsache sind, lest ihr in unserem Artikel Lügen bei der Selbstauskunft.

*repräsentative forsa-Umfrage 2017 im Auftrag von meineMietkaution, 1.018 befragte Mieter im Alter von 18 bis 69 Jahren

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