Renovieren bei Auszug: So geht’s richtig

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Musst du als Mieter laut Mietvertrag renovieren, schuldest du dem Vermieter beim Auszug eine fachgerechte Renovierung. Hast du die Renovierungsarbeiten nicht entsprechend ordentlich ausgeführt, kann dein Vermieter im Zweifelsfall Schadenersatz von dir verlangen. Das Wörtchen „fachgerecht“ bedeutet hier aber noch lange nicht, dass gleich ein Fachmann ans Werk gehen muss. Lediglich ordentlich und von mittlerer Art und Güte muss die Qualität der Renovierung sein. Das heißt unter anderem:

  • Anstriche müssen decken und dürfen nicht streifig sein.
  • Tapeten müssen fest sitzen und auf Stoß geklebt sein.
  • Wände und Decken dürfen nicht übermäßig abgenutzt und zum Beispiel schlimme Kratzspuren von Haustieren aufweisen oder durch
  • Nikotinablagerungen stark vergilbt sein.
  • Um Schränke herum tapezieren oder streichen ist tabu.
  • In den einzelnen Räumen müssen die Tapeten und/oder der Anstrich einheitlich und in hellen deckenden Farben ausfallen.
  • Nachträglich angebrachte Deckenverkleidungen müssen entfernt werden.
  • Lackanstriche dürfen keine „Tropfnasen“ aufweisen und Abplatzungen müssen vor dem Überstreichen gespachtelt werden.
  • Nägel und Dübel müssen entfernt und Dübellöcher geschlossen werden.
  • Achtung: Angebohrte Wandkacheln müssen nicht ersetzt werden, sofern sie nicht übermäßig viele Löcher aufweisen.
  • Rückgabe in „besenreinem“ Zustand bedeutet lediglich, dass grobe Verschmutzungen beseitigt werden müssen.

    Mit welcher Farbe soll gestrichen werden?

    Bei der Farbwahl der Wände, Decken und Türen sind dir Grenzen gesetzt. Ungewöhnliche Anstriche oder Tapeten in Knallgelb, Neongrün oder Erdbeerrot sind bei der Auszugsrenovierung tabu. Streichst du vor der Rückgabe der Wohnung Türen oder Wände in einem tiefen Brombeerton, machst du dich schadenersatzpflichtig. Es muss allerdings nicht zwingend Weiß sein: Helle deckende Farben muss der Vermieter akzeptieren. Hattest du deine Wohnung in helleren Farben gestrichen, kannst du also in denselben Farbtönen einfach drüber streichen.

    Fußboden ausbessern – ist keine Mietersache!

    Das Schleifen und Versiegeln eines Holzfußbodens ist nicht Mietersache und fällt nicht unter die üblichen Schönheitsreparaturen. Diese aufwendigen Arbeiten können dir als Mieter auch nicht mit einer Klausel im Mietvertrag auferlegt werden.

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